Das Universitätsklinikum Montpellier (CHU) hat in Frankreich die „Alliance Santé IA“ offiziell gestartet, ein 14,9 Millionen Euro teures Programm zur Integration künstlicher Intelligenz (KI) in alle Krankenhausbereiche. Das von France 2030 geförderte und in Zusammenarbeit mit ADLIN Science entwickelte Projekt macht das Krankenhaus mit seinen 265.000 Patientinnen und Patienten zu einem Testfeld für das „erweiterte Krankenhaus“.
Ziel ist der Einsatz von KI als funktionsübergreifendes Werkzeug in den Bereichen Versorgung, Forschung, Prävention, Ausbildung und Management. Die Technologie soll den Verwaltungsaufwand reduzieren und die Versorgungsqualität verbessern.
In der Kindernotaufnahme betonen Ärzte, dass KI medizinische Fachbegriffe verständlicher macht und die Kommunikation mit Familien erleichtert, unter anderem durch kindgerechte Briefe. Sie heben jedoch hervor, wie wichtig ein patientenzentrierter Ansatz ist, um Fehler oder Vereinfachungen zu vermeiden.
Das Krankenhaus versichert, dass Patientendaten streng intern bleiben. Rund 200 Pilotnutzer testen die Tools bereits, bevor die schrittweise Einführung im September beginnt. Für den Minister stellt diese Einführung einen wichtigen Schritt hin zu einem „innovativeren, sichereren und gerechteren“ Gesundheitssystem dar.
Frank Verain
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